Christ My Song-Logo
Hymn score of: Zieh deine Hand nicht von mir ab (Carl Johann Philipp Spitta/Johannes Thomas Rüegg)

Christ My Song - 1463

Zieh deine Hand nicht von mir ab
(Carl Johann Philipp Spitta/Johannes Thomas Rüegg)

Zieh deine Hand nicht von mir ab.

1. Zieh deine Hand nicht von mir ab,
  o Gott, in diesem Leben,
wo von der Wiege bis ins Grab
  viel Feinde mich umgeben.
    Ach, und dein Kind
    ist so gesinnt,
  dass sich's nicht selbst kann leiten:
    es irrt und weicht
    so bald und leicht
  vom Weg auf beiden Seiten.

2. Ich habe nun, mein Gott, durch dich
  den guten Weg gefunden
und dir auf Treu und Glauben mich
  mit Hand und Mund verbunden.
    Ich will nun dein
    auf ewig sein!
  Ich sag's mit tiefer Rührung:
    allein entzieh
    auf Erden nie
  mir deine Gnadenführung.

3. Du kennst mein Herz; ach, lass mich nicht
  des Herzens Wege gehen;
gib Kraft, wenn dir es widerspricht,
  ihm fest zu widerstehen.
    Lass Fleisch und Blut
    mit starkem Mut
  durch deinen Geist mich zwingen;
    und fromm und treu,
    ohn' feige Scheu
  nach heilgem Leben ringen.

4. Die Zeit ist bös und arg die Welt;
  lass deinen Geist mich warnen,
eh mich die Netze, die sie stellt,
  verstricken und umgarnen.
    Lass unverführt,
    mich unberührt
  von ihrer Lust mich zeigen;
    und wenn sie neckt
    und schilt und schreckt,
  so lehr mich gehn und schweigen.

5. Verlass mich nicht und führe du
  auf gutem Weg mich weiter.
Bewahre mich vor falscher Ruh,
  ist's Leben froh und heiter.
    Nimm meiner wahr,
    wenn mich Gefahr
  hat unversehns betreten;
    und wenn mir Not
    und Unfall droht,
  so lehr mich kindlich beten.

6. Dein Wort sei all mein Leben lang
  der Seele kräft'ge Speise,
und deines Namens Lobgesang
  mein Lied auf meiner Reise;
    dein lieber Sohn
    mein Gnadenthron,
  vor dem ich Gnade finde;
    sein teures Blut
    mir Kraft und Mut,
  dadurch ich überwinde.

7. Drum zieh die Hand nicht von mir ab!
  Das ist's, worum ich bitte;
bewahr und leite bis ins Grab
  all meine Tritt' und Schritte.
    In deine Händ'
    am letzten End'
  nimm meinen Geist zu Gnaden;
    dann bin ich da,
    wohin du ja
  so freundlich mich geladen.

Carl Johann Philipp Spitta, Psalter und Harfe, 191-194.
(Hier lautet 7,2: Das ist's, warum ich bitte;)

            PDF - Midi