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Hymn score of: Herr, das Böse willig zu erleiden - Schicket euch in die Zeit (Carl Johann Philipp Spitta/Johannes Thomas Rüegg)

Christ My Song - 1465

Herr, das Böse willig zu erleiden - Schicket euch in die Zeit
(Carl Johann Philipp Spitta/Johannes Thomas Rüegg)

Schicket euch in die Zeit.

1. Herr, das Böse willig zu erleiden,
aber selbst mit allem Ernst zu meiden,
  dazu mache du mich stets bereit;
lass im Streit mich niemals widerstreiten,
ob ich leide, niemals Leid bereiten,
  so mich schicken in die böse Zeit.

2. Bilde mich, o Herr, nach deinem Bilde
ganz in jene liebevolle, milde
  Herzensruhe, die es nie vergisst,
dass nicht, der vom Bösen wird gekränket,
dass ja der, der Böses tut und denket,
  einzig der Beklagenswerte ist.

3. Niemals schaltst du, wurdest du gescholten,
hast mit Bösem Böses nie vergolten,
  und du, Heilger, fühltest es doch weit
schmerzlicher, als ich in meinen Sünden,
meiner Schuld es jemals werd empfinden,
  wie so böse war und ist die Zeit.

4. O du hattest wohl das Recht zu richten,
die Gewalt, den Bösen zu vernichten,
  doch dich, Liebe, jammerte der Not
deiner Feinde nur, und voll Erbarmen
littest du für sie, wie für mich Armen
  Schmach und Schande um den Kreuzestod.

5. Sei mir nah, mein Herr, mein rechter Friede,
dass ich im Erdulden nie ermüde,
  sei mir nah, du meine Seligkeit;
stärke du die arme schwache Seele,
dass dein sanfter Sinn ihr niemals fehle,
  sich zu schicken in die böse Zeit.

Dass sie in Geduld sich allzeit fasse
und es niemals sich befremden lasse,
  widerfährt ihr manches Kreuz und Leid,
zeige du ihr deinen Himmel offen,
und lass in der bösen Zeit sie hoffen
  auf die gute, die verheißne Zeit.

Carl Johann Philipp Spitta, Psalter und Harfe, 129-130.

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