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Hymn score of: Wie wohl ist mir, o Freund der Seele! (Wolfgang Christoph Deßler/Johannes Thomas Rüegg)

Christ My Song - 1597

Wie wohl ist mir, o Freund der Seele!
(Wolfgang Christoph Deßler/Johannes Thomas Rüegg)

Wie wohl ist mir, o Freund der Seele!

1. Wie wohl ist mir, o Freund der Seele!
  wenn ich in deiner Liebe ruh.
Ich steige aus der Schwermutshöhle
  und eile deinen Armen zu.
Da muss die Nacht des Trauerns scheiden,
wenn mit so angenehmen Freuden
  die Liebe strahlt aus deiner Brust.
Hier ist mein Himmel schon auf Erden;
wer wollte nicht vergnüget werden,
  der in dir suchet Ruh und Lust? PDF - Midi

2. Die Welt mag schmähen oder preisen,
  es sei also, ich trau ihr nicht,
wenn sie mir gleich will Lieb erweisen,
  bei einem freundlichen Gesicht.
In dir vergnügt sich meiner Seele,
du bist mein Freund, den ich erwähle.
  Du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht.
Der Welthass kann mich doch nicht fällen,
weil in den stärksten Unglückswellen
  mir deine Treu den Anker reicht.

3. Will mich des Rechtes Eifer drücken,
  blitzt auf mich des Gesetzes Weh',
droht Straf und Hölle meinem Rücken,
  so eil ich gläubig in die Höh
zu dir, der sich mit mir verbunden;
bei dir hab ich den Ort gefunden,
  wo mich kein Fluchstrahl treffen kann.
Tritt alles wider mich zusammen:
du bist mein Heil, wer will verdammen?
  Die Liebe nimmt sich meiner an.

4. Führst du mich auf die Kreuzespfade;
  ich folg und lehne mich auf dich;
du nährest mit dem Brot der Gnade,
  labst aus dem Felsenbrunnen mich.
Ich traue deinen Wunderwegen,
sie enden sich in Lieb und Segen;
  genug, wenn ich dich bei mir hab.
Ich weiß, wen du willst herrlich zieren
und über Sonn und Sterne führen,
  den führest du zuvor hinab.

5. Der Tod mag andern finster scheinen;
  mir nicht, weil Seele, Herz und Mut
in dir, der du verlässest keinen,
  o allerliebstes Leben! ruht.
Wen kann des Weges End erschrecken,
wenn er aus mördervollen Strecken
  gelanget in die Sicherheit?
Mein Licht! so will auch ich mit Freuden
aus dieser finstern Wildnis scheiden
  zu deiner Ruh und Ewigkeit.

6. Wie ist mir dann, o Freund der Seelen!
  so wohl, wenn ich mich lehn auf dich;
mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen,
  weil du, mein Gott! vergnügest mich.
Lass solche Ruh in dem Gemüte,
nach deiner unumschränkten Güte,
  des Himmels süßen Vorschack sein.
Weg Welt mit allen Schmeicheleien!
Nichts kann, als Jesus, mich erfreuen.
  O reicher Trost! mein Freund ist mein.

Wolfgang Christoph Deßler, bearbeitet, in: Johann Peter Lange,
Deutsches Kirchenliederbuch, 1843, Lied 525.

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