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Hymn score of: Am Grab des Christen singet man (Christoph Carl Ludwig von Pfeil/Johannes Thomas Rüegg)

Christ My Song - 746

Am Grab des Christen singet man
(Christoph Carl Ludwig von Pfeil/Johannes Thomas Rüegg)

Am Grab des Christen singet man

(Psalm 118,15-16)

1. Am Grab des Christen singet man
  vom Sieg mit lauter Freuden.
Er hat vollendet seine Bahn,
  erduldet Kreuz und Leiden,
Gekämpfet einen guten Streit
in Glauben und Gerechtigkeit;
  nun ruhet er im Frieden.

2. Wer weint darüber, wenn ein Held
  den Sieg davongetragen
und triumphierend sein Gezelt
  im Schlachtfeld aufgeschlagen?
Wenn er im Lorbeerkranz daher
umjubelt zieht, mit Ruhm und Ehr'
  auf goldnem Siegeswagen?

3. Drum singen wir Viktoria
  beim Tode dieses Christen,
dem wir ein ehrend Grabmal da
  zu seiner Ruhe rüsten.
Dann weinten wir um ihn mit Recht,
wenn wir nicht, dass der Gottesknecht
  nun überwunden, wüssten.

4. Nicht seine Hand, nicht seine Kraft
  hat es getan, – die Rechte
des Herrn hat ihm den Sieg verschafft,
  die Krone seinem Knechte.
Die legt er ihm zu Füßen hin,
singt: Lamm, dir dank ich den Gewinn;
  ich bin ein arm Gemächte!

5. Er wusch in Christi heilgem Blut
  die Kleider rein und helle;
darum in Gottes Frieden ruht
  sein Leib an dieser Stelle,
bis ihn der ewig treue Hirt
zum Leben auferwecken wird,
  der Herr, des Lebens Quelle.

6. Weg ist nun alles Leid und Schmerz,
  die Tränen abgewischet,
getröstet ewiglich sein Herz,
  gestärket und erfrischet.
Nun wohnet er im selgen Licht
bei Christus dort, das nimmer nicht
  in Ewigkeit erlischet.

7. Der Geist, zur Ewigkeit gereift,
  ist heim zum Herrn gegangen,
hat nur die Hülle abgestreift,
  die ihn allhier umfangen,
und hat aus Jesu Christi Hand
ein ander, neu und hell Gewand
  vor seinem Thron empfangen.

8. Drum singen wir Viktoria,
  denn ihm ist wohl geschehen!
Wie gegenwärtig und wie nah
  wird er dich, Herr, nun sehen!
Wir sehn ihm nach, er sieht herab
auf uns, die wir bei seinem Grab
  ihm nachzukommen flehen.

Christoph Carl Ludwig von Pfeil, in: Joseph Knapp: Albert Knapps Evangelischer Liederschatz, 1891, Lied 2957.

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