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Hymn score of: Und doch will ich dir danken - Dennoch (Johannes Thomas Rüegg)

Christ My Song - 20

Und doch will ich dir danken - Dennoch
(Johannes Thomas Rüegg)

Dennoch.

1. Und doch will ich dir danken,
  auch wenn ich selbst nicht weiß,
wo's Herz, wo die Gedanken
  mir stehn, wenn mir auch heiß
die Stirn im Gram geworden,
  die Augenlider schwer;
die Tränen überborden
  und fließen immer mehr.

2. Grad jetzt will ich dir danken;
  du weißt, was alles soll.
Du setzt dem Kummer Schranken;
  du sprichst: Das Maß ist voll!
Und wer will dann noch trüben
  die Freude, Herr, in dir,
die sicher ist vor Dieben!
  Ja, Herr, die schenke mir!

3. Wie, sollt ich da nicht danken,
  für all die Freudenfüll!
Die Trübsalswasser sanken.
  Du machst die Wellen still.
Mein Gott, so nimm mich Armen,
  Elenden, Nackten an;
hüll mich in dein Erbarmen,
  worin ich glänzen kann.

4. Was hab ich denn zum Rühmen
  als dich, den treuen Herrn?
Was könnt an mir sich ziemen! –
  Doch rühm ich dich so gern:
den Starken, Wunderbaren,
  den Rat, den Friedefürst,
dich, den Unwandelbaren,
  dich, der du kommen wirst.

5. "Ein Sohn ist uns geboren!"
  Welch Glück, wo wäre ich?
Ach, hoffnungslos verloren! –
  Doch du errettest mich
aus allen meinen Nöten.
  Ja, stets bist du bei mir!
Wird man den Leib mir töten
  – ich selbst gehöre dir.

6. Aus deinen sichern Händen,
  da raubt mich dir kein Feind!
Ich werd den Lauf vollenden
  durch dich, mit dir vereint.
An dich darf ich mich klammern,
  zu dir darf ich stets flehn;
du selbst wirst mich umklammern,
  du lässt mich niemals gehn.

7. Nein, du lässt mich nicht sinken!
  Du hältst mich ganz, ganz fest!
Ich werde nicht ertrinken,
  weil du mich nicht loslässt.
Hab Dank, darf ich dich kennen,
  den Trost für dies mein Herz,
und mich dein Eigen nennen
  – grad jetzt, in diesem Schmerz.

Johannes Thomas Rüegg, um 1980.

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