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Hymn score of: Siegesfürst und Ehrenkönig - Anbetung Jesu bei seiner Himmelfahrt (Gerhard Tersteegen/Johannes Thomas Rüegg)

Christ My Song - 84

Siegesfürst und Ehrenkönig - Anbetung Jesu bei seiner Himmelfahrt (Gerhard Tersteegen/Johannes Thomas Rüegg)

Anbetung Jesu bei seiner Himmelfahrt.

1. Siegesfürst und Ehrenkönig,
  hochverklärte Majestät!
Alle Himmel sind zu wenig,
  du bist drüber hoch erhöht:
Sollt ich nicht zu Fuß dir fallen,
und mein Herz vor Freude wallen,
  wenn mein Glaubensaug betracht't,
  deine Glorie, deine Macht?

2. Seh ich dich gen Himmel fahren,
  seh ich dich zur Rechten da;
hör ich, wie der Engel Scharen
  alle rufen: Gloria!
Sollt ich nicht zu Fuß dir fallen,
und mein Herz vor Freude wallen,
  da der Himmel jubiliert,
  weil mein König triumphiert?

3. Weit und breit, du Himmelssonne,
  deine Klarheit sich ergießt,
dass ein neuer Strom der Wonne
  durch die Himmelsgeister fließt.
Prächtig wirst du aufgenommen,
freudig heißt man dich willkommen:
  schau, ich armes Kindlein hier
  ruf auch Hosianna! dir.

4. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken,
  da ich deine Glorie seh?
Sollt mein Mut noch wollen sinken,
  da ich deine Macht versteh?
Meinem König will ich trauen,
nicht vor Welt und Teufel grauen;
  nur in Jesu Namen mich
  beugen hier und ewiglich.

5. Geist und Kraft nun überfließen;
  lass sie fließen auch auf mich,
bis zum Schemel deiner Füßen
  alle Feinde legen sich:
Herr, dein Zionszepter sende
bis zum fernsten Weltenende;
  mache dir auf Erden Bahn,
  alle Herzen untertan.

6. Du bist nun an allen Orten,
  kannst uns allen nahe sein;
meines Geistes ewge Pforten,
  stehn dir offen; komm herein!
Komm, du König aller Ehren!
Du musst auch bei mir einkehren;
  ewig in mir leb und wohn,
  als in deinem Himmelsthron.

7. Deine Auffahrt bringt mir eben
  Gott und Himmel innig nah;
lehr mich nur im Geiste leben,
  als vor deinen Augen da;
fremd der Welt, der Zeit, den Sinnen,
bei dir abgeschieden drinnen,
  in den Himmel mit versetzt,
  da mich Jesus nur ergötzt.

Gerhard Tersteegen, Geistliches Blumengärtlein, Drittes Büchlein, 1821, Nr. 54.
Hier überwiegend nach: Philip Schaff, Deutsches Gesangbuch, ca. 1884, Nr. 147.

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