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Hymn score of: Ich fahr dahin mit Freuden (Leonhard Sturm/Johannes Thomas Rüegg)

Christ My Song - 1552

Ich fahr dahin mit Freuden
(Leonhard Sturm/Johannes Thomas Rüegg)

Ich fahr dahin mit Freuden.

1. Ich fahr dahin mit Freuden,
  aus diesem Jammertal,
aus Trübsal, Kreuz und Leiden
  in 's Himmels Freudensaal,
da wir und alle Frommen,
  durch Christi Todes Macht
zusammen werden kommen;
  indes zu guter Nacht. PDF - Midi

2. Ruh wohl, irdischer Leibe,
  du Haus der Sterblichkeit;
bei Gott ich jetzt verbleibe,
  im Land der Ewigkeit,
da ich von Krieg und Streiten
  bin frei und los gemacht,
leb ewiglich in Freuden;
  indes zu guter Nacht.

3. Christus will ich anschauen,
  das unbefleckte Lamm,
mit den klugen Jungfrauen,
  wann mich mein Bräutigam,
samt allen Gotteskindern,
  hinführt mit großer Pracht;
groß Freud werd ich da finden;
  indes zu guter Nacht.

4. O du seliges Leben,
  das uns durch Christi Tod
und Unschuld wird gegeben,
  da weder Tod noch Not,
da alles Leid aufhöret,
  nebst Hass, Neid und Zwietracht,
die Glorie ewig währet;
  indes zu guter Nacht.

5. Betrübt sind jetzt die Zeiten,
  die Welt steckt Untreu voll;
wer selig kann abscheiden,
  o wie g'schieht ihm so wohl!
Der kann mit mir dort oben
  des Schöpfers große Macht
mit allen Heilgen loben;
  indes zu guter Nacht.

6. Ihr dürft nicht um mich weinen,
  herzliebste Freunde mein,
wie könnt's Gott besser meinen?
  Was wollt ihr traurig sein?
Der mich von großen Schmerzen
  hat frei und los gemacht,
gibt Freud und Füll im Herzen;
  indes zu guter Nacht.

7. Nun ist die Stund vorhanden,
  herzliebste Freunde mein,
Gott schickt mir Seine G'sandten,
  die lieben Engel Sein,
damit mein arme Seele
  werd Christus zugebracht,
dem ich sie jetzt befehle;
  indes zu guter Nacht.

8. Nun dann, ich muss jetzt scheiden,
  herzliebste Freunde mein,
folgt mir einst nach mit Freuden
  zur Himmelsruh hinein;
da wir und alle Frommen,
  durch Christi Todes Macht
zusammen werden kommen;
  indes zu guter Nacht.

Leonhard Sturm, in: Würtembergisches Gesangbuch, 1834, Lied 321.

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